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Heidelberg-Königstuhl

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Pulmonal-arterieller Hochdruck ( PAH )

 

 

Für das in der Klinik entwickelte Rehabilitationsprogramm bei Patienten
mit Pulmonaler Hypertonie wurden die Beteiligten mit dem


Qualitätsförderpreis Gesundheit Baden-Württemberg 2008 (Sonderpreis)
 

http://www.baden-wuerttemberg.de/de/Meldungen/194305.html


und dem


René Baumgart-Preis 2006
der
Deutschen Gesellschaft für Pneumologie

www.phev.de/content/stiftung/preis.php


ausgezeichnet.

 

Die hervorragenden Ergebnisse dieses Programmes wurden in der
renommierten amerikanischen Fachzeitschrift "Circulation" publiziert.

Bewegungs-Therapie bei PAH ( pdf )

Spektrum Januar 2008 ( pdf )

Circulation vom 03.10.2006 ( pdf

Pressemitteilung der Universität Heidelberg

Allgemeine Informationen zum Lungenhochdruck

 
   
  Patientenbericht von der Reha in der
Rehabilitationsklinik Heidelberg - Königstuhl  ( Studie )
(  12.03.2004 ):

"Hallo und guten Tag,

Ich möchte sehr gern über meine Reha in Heidelberg berichten, denn es war schon etwas besonderes, für mich natürlich, aber eben auch vom Prinzip her.
Bisher wird allen Patienten mit Lungenhochdruck geraten, eher jede körperliche Belastung zu meiden. Und im Prinzip gilt sicher auch weiterhin, Lungensport oder Herzsport ist für das rechte Herz nicht geeignet.
Aber zur Zeit läuft an der Uniklinik Heidelberg eine Studie an, die eine ganz individuelle Trainingseinheit für Patienten mit pulmonaler Hypertonie erarbeiten soll. Ich gehörte zur Verumgruppe, durfte also das machen, was ich für mich schon immer propagiert habe.
Die Studie beinhaltet vorsichtiges Bewegungstraining, dazu gehören begleitete Spaziergänge auf ebener Strecke, nur das es diese auf dem Königsstuhl gar nicht gibt....Da war das Auf und Ab wirklich richtige "Arbeit", anfangs mit Pulsoximeter, bis ich dann langsam alle überzeugen konnte, dass das Unsinn ist, die Schwankungen der empfindlichen Geräte sind immens, regieren auf jede Bewegung der Finger, und, und, und. Schließlich reichten dann Messungen vor, in der Halbzeit und nach dem Spaziergang.
Dazu kam Intervalltraining auf dem Ergometer, mit 10 / 15 Watt sollte ich anfangen, bin jetzt bei 20 /40 Watt für 15 min. und ich denke, da ist noch mehr drin. Durch das Intervalltraining, 2min. 20 Watt, 30 sek. 40 Watt hat man eine aktive Erholungsphase, ohne ganz aufzuhören.
Das Muskeltraining einzelner Muskelgruppen wurde ebenfalls individuell abgestimmt. Die Krankengymnastin ist zwar der Meinung, eigentlich sei solch ein Training einzelner Muskelgruppen unphysiologisch, aber es ist eben nicht so belastend und so trainiere ich jetzt mit einer 2kg-Hantel einzeln den Bizeps, den Trizeps und den Deltoideus ( Schulter ).
Ebenso wird einzeln beübt (mit Gewicht): Oberschenkelvorderseite-Quadrizeps( Kniestrecker ), Oberschenkelhinterseite-Ischio-cruale Muskulatur ( Kniebeuger ), die Hüftbeuger( Flexoren ), die Hüftstrecker ( Extensoren  und die seitliche Hüftmuskulatur ( Abduktoren ).
Als weitere, für mich wie die bisherigen Übungen sehr effektive Einzelbehandlung kam die tägliche Atemtherapie dazu, die ich in dieser Art noch nicht mitgemacht hatte. Übungen zur Wahrnehmung der Atembewegung,, Einatemtechniken, Sekretolyse (autogene Drainage), dazu das Kennenlernen verschiedener Dehnlagen mit dem Ziel :Entspannung, Verbesserung der Ventilation, Herabsetzung erhöhter Gewebswiderstände in der Haut und in der Muskulatur, verstärkte Atembewegung in kostodiaphragmalem Bereich.

Besonders angetan war und bin ich von einigen Yogaübungen, die nicht nur den Thorax und die Thoraxmuskulatur betreffen, sondern den ganzen Körper einbeziehen.
Gut gefallen hat mir auch die progressive Muskelentspannung.
Weniger überzeugt bin ich von der Möglichkeit des mentalen Gehtrainings.
Hier will man versuchen, ähnlich wie im Hochleistungssport, Bewegungsabläufe zu optimieren.
Ich glaube, diese Trainingsmöglichkeit hat ihre volle Berechtigung z.B. bei Patienten nach Schlaganfall oder nach orthopädischen Operationen, aber ich muss ja nicht gehen lernen, ich muss meinen Gehrhythmus meinem Atemrhythmus anpassen und das zu trainieren stelle ich mir schwierig vor, jeder kleine Anstieg, ja jede Unebenheit, von Treppen ganz zu schweigen, erfordert doch eine Neuanpassung. Ich denke, das mache ich mittlerweile fast automatisch und wenn nicht, zwingt mich die Atemnot dazu.
Jedenfalls bin ich gespannt auf die weitere Entwicklung in dieser Richtung.
Ein bisschen Kur gab es auch, Massagen, Heißluft, Inhalationem.
Ebenso gehörte eine physiologische Betreuung in Einzelgesprächen dazu, hätte ich vor einigen Jahren sicher dringender gebraucht als heute.
Und das tägliche Üben an einem Atemtrainer ( Mediflo ), ich habe immer ein bisschen über solch ein "Spielzeug" gelächelt, ich glaube langsam finde ich es sogar sinnvoll, was so eine Reha halt alles bewirkt.

Ziel war es, ein individuelles Trainingsprogramm für Atem- und Bewegungstherapie zu erarbeiten, welches jetzt zuhause fortgeführt werden soll.
Kontrolluntersuchungen mit Stressecho, MRT und anderen nicht invasiven Verfahren erfolgen zu Beginn, am Ende der Reha und nach 3 Monaten.
Das MRT deshalb, da man hofft durch diese Maßnahme den Rechtherzkatheter einmal überflüssig zu machen. Es ist schon phänomenal , wie gut Lungengefäße darzustellen sind, alles übrige natürlich auch. Nun fehlt nur noch ein Programm, um dies auszuwerten, manuell ausmessen wird nicht machbar sein. Aber die ist eben auch ein Ziel dieser Studie.
Es lohnt sich, etwas zu machen, jeder so, wie es seinen Möglichkeiten entspricht, aber eben regelmäßig.
Ich habe durch die 3 Wochen einiges erreicht, real eine Verlängerung der Gehstrecke im 6-Minuten-Gehtest um etwas mehr als 50 m , eine Verringerung des Pa-Druckes um 10 mg Hg in Ruhe. Was für mich aber viel wichtiger ist, ich habe meinen Körper noch besser kennengelernt, Grenzen und Möglichkeiten gesehen.
Und ich komme zur Zeit, dank des "bergigen" Heidelberg, ohne Stehenzubleiben in meinen ersten Stock ( Treppensteigen war uns nämlich eigentlich untersagt... ) Und das würde ich gern weiter so haben, also heißt es, weiter zu machen, nicht wegen der Studie, sondern wegen meinem Wohlbefinden."

Viele Grüße an alle
Christa Fiedler

publiziert in PPH - Selbsthilfegruppe Schweiz , 12.3.2004:       http://lungenhochdruck.ch/php/index.php 

 

 
   
  Informationen zum Programm und zur Studie ( Spezielles
Therapieprogramm für Patienten mit Pulmonal-Arterieller
Hypertonie ), die in enger Kooperation mit dem
Universitätsklinikum Heidelberg durchgeführt wird:



 
Prof.. Dr. Ekkehard Grünig
Nicola Ehlken
Thoraxklinik
der Universität Heidelberg
Abt. Pneumologie
Amalienstraße 5
69126 Heidelberg
Tel.:  06221 396 80 76
          06221 396 80 53
   
  Weitere Kooperationspartner sind die Universitätskliniken: Homburg / Saar
Gießen
Greifswald
Hamburg
Hannover
Berlin
Dresden
Leipzig
Graz
   
  Luftnot bis zum Kollaps - Lungenhochdruck wird meist spät erkannt

Schmerzen in der Brust sollten ernst genommen werden.

Hannover/Gießen (dpa/gms) - Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Doch es gibt nicht nur den Hochdruck im großen Körperkreislauf. Der Mensch hat noch einen zweiten, kleineren Blutkreislauf, der von der rechten Herzkammer über die Lunge in die linke Herzkammer führt.

Auch dort kann Hochdruck entstehen. Die Ursachen dafür sind andere als im Körperkreislauf. Der Wirkstoff der Potenzpille Viagra könnte jetzt die Behandlung dieses lebensbedrohlichen Lungenhochdrucks verbessern. Bei Lungenhochdruck - Mediziner sprechen von pulmonaler Hypertonie (PH) - staut sich das Blut in den feinen Gefäßen der Lungen. Das Blut nimmt dadurch beim Atmen weniger Sauerstoff auf. Grund für den Blutstau können Lungenembolien, Lebererkrankungen, Herzfehler oder Lungengerüsterkrankungen (Fibrosen) sowie eine HIV-Infektion sein.

Nach Angaben des Selbsthilfevereins Pulmonale Hypertonie mit Sitz in Rheinstetten (Baden-Württemberg) sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Am häufigsten ist der Krankheitsbeginn zwischen 20 und 40 Jahren. Die ersten Anzeichen wie Luftnot bei Belastung werden von den Betroffenen oft nicht wahrgenommen.

Zudem würden Ärzte die Krankheit aber oft auch nicht erkennen und "mangelnden Trainingszustand" oder "psychovegetative Erschöpfung" diagnostizieren. Als weitere typische Beschwerden gelten Brustschmerzen, Wasseransammlungen in den Beinen und blaue Lippen.

Die schwerste Form der Krankheit, die so genannte pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) ist jedoch eine sehr seltene Krankheit mit bis zu 2000 Betroffenen in Deutschland. Weil die rechte Herzkammer ständig gegen den Widerstand der zu engen Lungengefäße ankämpfen muss, ist oft ein Herzversagen die Folge.

Anders als Bluthochdruck im großen Körperkreislauf wird PAH nicht durch Arterienverkalkung ausgelöst: Stattdessen wächst das Muskelgewebe der Arterienwände in der Lunge unkontrolliert die Gefäße zu. "Molekularbiologisch hat es eher Anklänge an Tumorerkrankungen", erklärt Prof. Marius Hoeper von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Bei der Suche nach der Ursache der PAH tappen die Mediziner noch im Dunkeln: "Die bekanntesten Auslöser waren Anfang der siebziger Jahre die Appetitzügler. Ansonsten gibt es keine bekannten Ursachen", sagt Prof. Hoeper. Häufig wird Lungenhochdruck vererbt, erklärt der Mediziner Ekkehard Grünig von der Universität Heidelberg.

War noch vor zehn Jahren eine Transplantation von Herz oder Lunge die einzige Möglichkeit, Patienten mit PAH zu heilen, sind inzwischen medikamentöse Therapien die erste Behandlungsoption, sagt der Mediziner Ardeschir Ghofrani, Spezialist für Lungenhochdruck am Universitätsklinikum Gießen. Bei PAH-Patienten seien sie das letzte Mittel, wenn alle Medikamente nicht zum Erfolg geführt haben.

Unter dem Handelsnamen Revatio wurde der Viagra-Wirkstoff Sildenafil im Juni dieses Jahres in den USA zur Behandlung von Lungenhochdruck zugelassen. Es ist damit das erste Medikament, das in Tablettenform auch in frühen Stadien des Lungenhochdrucks eingesetzt werden darf. Anfang 2006 wird es auch in Deutschland auf den Markt kommen. Es erweitert die Gefäße und verbessert so die Sauerstoffaufnahme in der Lunge.

Mit dieser entspannenden Wirkung auf die Muskeln der Blutgefäße unterscheidet Sildenafil sich aber nicht grundsätzlich von anderen bei Lungenhochdruck eingesetzten Medikamenten: Studien zufolge erhöht es die Belastbarkeit der Patienten und verbessert ihre Lebensqualität - bekämpft aber dennoch nur die Symptome.        © DAK/Wigger/dpa/gms

Informationen:
Pulmonale Hypertonie, Wormser Straße 20,
76287 Rheinstetten (Tel.: 0721/ 3528 381, Fax: 0721/ 35 28 880).      www.phev.de

 

 

 

 

 

 

 

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