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Ausdauertraining

- Körperliches Training und Herzerkrankungen -

- Empfehlungen -

Die American Heart Association zählt seit kurzem "Bewegungsmangel" 
zu den Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen. Die 
anderen Hauptrisikofaktoren sind Rauchen, Diabetes mellitus, hoher 
Blutdruck und hoher Blut-Cholesterin-Spiegel.

Körperliches Training und regelmäßige Bewegung sind vor 
allem wichtig für Menschen mit sitzenden Tätigkeiten. Durch 
Einbeziehen von Bewegung und körperlichen Aktivitäten 
in den Tagsablauf werden nicht nur Herzerkrankungen 
verhindert, sondern es wird auch das Risiko für
hohen Blutdruck, Osteoporose, Brustkrebs, 
Darmkrebs, Depression, Angst und 
Stress-Symptome deutlich reduziert.

Idealerweise sollte man sich drei- bis fünfmal pro Woche
20 bis 50 Minuten innerhalb der Zielherzfrequenzen belasten.
Die Gesundheit profitiert aber auch schon davon, dass man 
zusammengefasst etwa 30 Minuten pro Tag mäßige 
körperliche Anstrengungen unternimmt, wie z.B.
Treppensteigen, Gehen zur Arbeit oder zum
Einkaufen sowie Gartenarbeiten.

Es sind nicht nur aerobe Ausdauerbelastungen wie
Gehen, Radfahren, Joggen oder Schwimmen von
Nutzen. Auch Krafttraining oder Heben von
Gewichten sind wertvolle Komponenten
eines jeden Trainings- und Fitness-
programmes, da die Muskeln
gekräftigt, Körperfett reduziert
und die Blutcholesterinwerte
gebessert werden. 

- Der Nutzen eines regelmäßigen körperlichen Trainings -

Verbesserung der Herzleistung und der Lungenfunktion
Anheben des Leistungs - Niveaus
Verringerung des Ruheblutdrucks
Verbesserung der Stress- und Depressionstoleranz 
Abbau von Körperfett 
Abnahme des Gesamt- und des LDL-Cholesterins
( "schlechtes" Cholesterin ) 
Zunahme des HDL-Cholesterins ( "gutes" Cholesterin )
Regulation der Blutzuckerwerte beim Diabetes
Unterdrückung der Manifestation eines Diabetes
   http://www.curado.de/Diabetes-26/
Vorbeugung gegen Stürze
Verhinderung von orthopädischen Problemen und Frakturen


- Richtlinien für gesundheitsfördernde körperliche Belastungen -

Häufigkeit: 3x bis 5x pro Woche
                     Dauer: 20 bis 60 Minuten

Intensität ( wie stark ? ):  Innerhalb der Zielherzfrequenzen


Berechnung der Zielherzfrequenzen ( "ZHF" ):

1.) 220 minus Alter = maximale Herzfrequenz ( "MHF" )
2.) MHF x 0,6 = unterer Bereich der ZHF 
3.) MHF x 0,8 = oberer Bereich der ZHF

Beispiel:
Wenn Sie 40 Jahre alt sind, ist Ihre MHF 
220 minus 40 = 180
180 x 0,6 = 108
180 x 0,8 = 144

Ihre Zielherzfrequenzen ( ZHF ) liegen also zwischen 
108 und 144 Schlägen pro Minute.

Quelle: 
    Cardiac Rehabilitation and Prevention
( Johns Hopkins Bayview Medical Center )

Kalorienverbrauch: http://www.cloversoft.de/cal_kalos.htm
http://tools.fettrechner.de/kalorienverbrauch.html

Mit 70 ,,Muckis wie ein Junger"

Chemnitzer Forscher setzt auf das Muskeltraining
( Mannheimer Morgen 16.2.02 )

Regelmäßiges Muskeltraining kann vielen Krankheiten wirksam vorbeugen 
und die Lebensqualität deutlich verbessern. Nach Angaben des 
Sportwissenschaftlers Klaus Zimmermann von der Technischen Universität 
Chemnitz verliert der untrainierte Mensch im Lauf seines Lebens mehr als 
ein Drittel seiner Muskulatur und Kraft. Mit entsprechendem Training aber 
könne man, zumindest was die Muskulatur angehe, gewissermaßen ,,40 
Jahre 30 bleiben", sagte Zimmermann.

Untersuchungen zeigten, dass Menschen, die regelmäßig Muskeltraining 
betrieben, im Alter von 70 Jahren über annähernd die gleiche Muskelmasse 
und Muskelleistungsfähigkeit verfügten wie Untrainierte mit 30 Jahren. Die 
Trainierbarkeit der Muskulatur bleibe so bis ins Seniorenalter erhalten, sagte 
der Sportwissenschaftler. Der Erhalt der Muskelmasse fördere zugleich die 
Alltagsmobilität und Bewegungssicherheit. Dadurch werde die Sturzgefahr 
und das damit verbundene Verletzungsrisiko wesentlich vermindert. Training 
der Muskulatur wirke sich auch haltungsfördernd aus. Zudem hätten 
Untersuchungen nachgewiesen. dass eine kräftige Muskulatur die 
Belastungen der Gelenke und der Wirbelsäule abpuffere und reduziere, 
betonte Zimmermann. Die Muskulatur ist neben der Leber das größte und 
wichtigste Stoffwechselorgan. Sie ist der Ofen, in dem die Kalorien verbrannt 
werden", erläuterte der Wissenschaftler. Komme es im Laufe des Lebens 
zur Abnahme der Muskelaktivität, würden täglich weniger Kalorien 
verbraucht, was dem Ubergewicht Vorschub leiste. Training könne auch 
helfen, den mit dem Übergewicht verbundenen Folgeekrankheiten wie 
Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, hohem Blutdruck, 
Arteriosklerose oder Herzinfarkt zu begegnen. Eine voll funktionsfähige 
Muskulatur entlaste das Herz. Muskeltraining habe schließlich auch positiven 
Einfluss auf das psychische Befinden. Danach fühle man sich in der Regel 
ausgeglichener, ruhiger, gelöster, entspannter und zufriedener als zuvor. Das 
liege vor allem an der verstärkten Ausschüttung von Neuropeptiden, den so 
genannten Glückshormonen. ,,Es gibt kein Medikament und keine andere 
Maßnahme, die eine vergleichbare Wirkungsbreite besitzt", sagte 
Zimmermann.AP 

 

 

 

 

 

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